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Inspiration Diary – Fair Trade Backpacks & ganz viel persönliches Gequatsche

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Anfang März geht es für mich drei Wochen nach Sri Lanka und ich freu mich schon unglaublich darauf! Das Meer, das Essen, viel Sonne, Neues sehen – endlich Urlaub!  :)

Obwohl wir den Flug schon im November gebucht haben, hat die richtige Planung der Reise erst vor ca. zwei Wochen begonnen. Was wollen wir uns eigentlich alles anschauen? Ok, Reiseführer wurde gekauft. Wie viel Gepäck werden wir dabei haben? Großer Reiserucksack wurde von einer Freundin ausgeborgt. Und was brauchen wir sonst noch alles mit? Starke Sonnencreme (vor allem für mich ganz wichtig!), Reiseapotheke, ein gutes Buch – soweit alles klar. Und dann fiel mir auf, dass ich eigentlich keine geeignete Tasche habe, die angenehm zu tragen, für so eine Art Urlaub geeignet ist und in die die wichtigsten Dinge für Tagesausflüge reinpassen. Also hab ich mich mal ein bisschen auf die Suche nach einem kleinen bis mittelgroßen Rucksack gemacht, der nicht nur überall dazu passen und auch in Wien tragbar sein sollte, sondern vor allem fair hergestellt wurde.

In letzter Zeit habe ich immer öfter über Fair Trade und vor allem meine Einstellung zu Fast Fashion nachgedacht und für mich beschlossen, dass ich in dieser Hinsicht in Zukunft etwas ändern möchte. Bei größeren Investitionen wie eben diesem Rucksack oder zum Beispiel Taschen (wobei ich da so bald glaub ich keine kaufen werde), Schuhen, Jacken o.Ä. werde ich in Zukunft versuchen, Produkte zu kaufen, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Denn eigentlich ist es verrückt: Ich WEISS ganz genau, dass ein T-Shirt bei H&M (Hausnummer) um 10€ nicht so produziert werden kann, dass alle – und vor allem der oder die NäherIn fair bezahlt werden. Dass in Textilfabriken oft Kinder sitzen und unmenschlich lange Schichten abarbeiten müssen, ist auch kein Geheimnis. Und trotzdem gehe ich immer wieder zu den großen Textilriesen, wenn ich schnell ein T-Shirt brauche. Warum? Gemütlichkeit! Es geht schneller, ist günstiger und so viel einfacher, mal schnell zu Forever 21 zu fahren, als im Online-Shop XY ein teureres, dafür faires T-Shirt zu bestellen, zusätzlich Versandkosten zu zahlen, darauf zu warten und zu riskieren, dass es vielleicht nicht passt und zurückgeschickt werden muss. Schon öfter habe ich euch gesagt, dass ich kein Fan von Online-Shopping bin und das wird sich so schnell auch nicht ändern, soll aber in Zukunft einfach keine Ausrede mehr sein. Dass die Sachen teurer sind, versteht sich eigentlich von selbst – wie sonst sollten alle Mitwirkenden fair bezahlt werden. Die liebe Justine hat vor Kurzem einen Fair Fashion Guide auf ihrem Blog veröffentlicht und da hab ich schon ein paar coole Shops gefunden, die zum Beispiel Basic-Thirts oder unglaublich coole Schuhe anbieten. Über DariaDaria hab ich schon vor Jahren Hati Hati kennengelenrt, die superschöne Sportsachen haben und einer meiner Lieblingspullis ist von JanNJune, die euch hier schon vorgestellt habe.
Nichts desto trotz – versteht mich bitte nicht falsch. Ich werde ab jetzt nicht NUR noch Fair Fashion kaufen und euch auch in Zukunft hier auf dem Blog in neuen Outfits Teile vorstellen, die nicht fair produziert wurden. Ich bin ein sehr gefühlsbetont denkender Mensch und kein großer Fan von selbst aufgestellten Regeln, nach denen man sich zwanghaft richtet. Erst am Samstag war ich wieder im Luv, einem meiner absoluten Lieblingsshops, und hab dort eine superleichte und angenehme Hose für den Urlaub gefunden. Obwohl die meisten Labels, die die beiden Mädels im Shop verkaufen, keine Fair Fashion Marken sind, finde ich es unglaublich toll, was die beiden mit dem Luv auf die Beine gestellt haben und werde sie deswegen auch weiter unterstützen. Die Welt ist nicht Schwarz-Weiß und wie in allen anderen Belangen werde ich auch hier sehen, wohin mich diese Entscheidung treibt und wie ich mich in Zukunft weiterentwickeln werde. 😉 Ich freu mich auf jeden Fall, wenn ihr mich dabei begleitet!

Soooo, das war jetzt ziemlich viel persönliches Gerede – ZURÜCK ZU DEN RUCKSÄCKEN! Hier sind meine fünf Favoriten, die sich zwar äußerlich doch ähnlich schauen (tja, was soll ich sagen, das ist halt mein Stil), aber von den Produktionsgeschichten nicht unterschiedlicher sein könnten. :)

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1 – Sandqvist designt in Schweden, produziert aber in Indien in Zusammenarbeit mit drei konkreten Produktionsfirmen, die sie auf ihrer Website auch vorstellen. Außerdem kann man direkt auf der Website ihren „Code of Conduct“ runterladen, in dem sie sich ausführlich zu fairer Bezahlung und Anstellung bekennen.

2 – Die Produkte von This is Paper sind sooo schön! Am liebsten hätt ich 5 verschiedene Rucksäcke und Taschen in unterschiedlichen Farben von ihnen gekauft. Das Label kommt aus Warschau und produziert auch dort!

3 – Von Gusti-Leder, der Marke mit dem lustigsten Namen, hat mir eine Arbeitskollegin erzählt. Die deutsche Firma arbeitet mit kleinen Familienunternehmen in Indien und Marokko zusamen, die sich vom Fleisch der in Freilandhaltung gehaltenen Tiere ernähren, bevor sie ihr Leder zu Gusti-Produkten verarbeiten. Weil sie nur direkt über die Website verkaufen und alle Zwischenschritte vermeiden, sind die Produkte außerdem wirklich günstig! Auch sie informieren auf ihrer Website ausführlich über ihre Produktion!

4 – Auch die Rucksäcke von Bradley Mountain sind ein Traum, leider aber auch am teuersten. Das Label kommt aus San Diego und wurde von vier superlässigen Burschen gegründet, die gleichzeitig auch alle Taschen produzieren und das dauert eben auch seine Zeit. Müsste man nicht 2-3 Wochen auf ein Produkt von ihnen warten, wäre das wahrscheinlich meine erste Wahl gewesen! (Tja, selbst Schuld, wenn man sich erst so spät drum kümmert..)

5 – Last but not least hab ich auf meiner Recherche das ungarische Label Use Bag entdeckt. Die Rucksäcke gibt es in mehreren Varianten und unterschiedlichen Farben, ein paar davon sind im Wier beim Westbahnhof erhältlich. Alle Modelle werden in Ungarn von einem kleinen Team designt und produziert und haben, finde ich, durch den zusätzlichen Henkel, das kleine, gewisse Etwas.

Für welchen Rucksack würdet ihr euch entscheiden? Wart ihr schon mal in Sri Lanka? Habt ihr vielleicht Tips für mich? :)

6 Kommentare auf “Inspiration Diary – Fair Trade Backpacks & ganz viel persönliches Gequatsche”

  1. Justine sagt:

    Danke für die Erwähnung du Liebe :-) Sehr schicke Modelle hast du herausgesucht!

    Liebe Grüße, Justine
    http://www.justinekeptcalmandwentvegan.com

  2. Katta sagt:

    Klasse Inspirationen <3

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM

  3. Melanie sagt:

    Tolle Inspirationen! Und ich wünsche dir einen schönen Urlaub in Sri Lanka! :)

    Liebste Grüße,
    Melanie | http://www.fitfunfruits.com

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